STIKO-Empfehlung 2025/26, Hochdosis-Impfstoffe, ROI-Rechnung, ArbMedVV-konforme Impfaktion: IAAI organisiert Ihre betriebliche Grippeimpfung von der Aufklärung bis zur Dokumentation.
Die saisonale Influenza ist Jahr für Jahr eine der größten vermeidbaren Ausfallursachen in deutschen Unternehmen. In starken Wellen verursacht sie zwischen drei und sieben Millionen zusätzliche Krankschreibungen. Für Arbeitgeber bedeutet das messbare Lohnfortzahlungskosten, Produktionsausfälle und ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in den Teams. Eine gut organisierte betriebliche Grippeimpfung ist die wirksamste, kostengünstigste und am schnellsten umsetzbare Präventionsmaßnahme. IAAI plant, organisiert, dokumentiert und fakturiert die komplette Impfaktion – von der STIKO-konformen Aufklärung bis zur revisionssicheren Dokumentation.
Die Grippesaison 2025/2026 hat die Bedeutung der Influenza-Prävention erneut unterstrichen. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bis Oktober 2025 über 18 Millionen Impfstoffdosen freigegeben. Trotzdem bleibt die Impfquote in der erwerbstätigen Bevölkerung unter 30 Prozent – deutlich unter den von der WHO und der STIKO empfohlenen Schwellen. Für Arbeitgeber eröffnet das eine klare Hebelwirkung: Wer die Impfung nahbar, kostenfrei und im Arbeitsumfeld anbietet, hebt die Quote in der eigenen Belegschaft typischerweise auf 50 bis 70 Prozent.
Die Wirkung ist ebenso messbar wie der Aufwand. Studien der gesetzlichen Krankenversicherungen und arbeitsmedizinische Metaanalysen zeigen für betriebliche Impfaktionen eine Reduktion der Influenza-Krankheitstage um 30 bis 50 Prozent gegenüber ungeimpften Vergleichsgruppen. Übersetzt in Lohnfortzahlungskosten und Vertretungsaufwand bedeutet das für ein KMU mit 200 Beschäftigten typischerweise eine Nettoersparnis im mittleren fünfstelligen Bereich pro Saison.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die saisonale Influenza-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren, für chronisch Kranke ab 6 Monaten, für Schwangere ab dem zweiten Trimenon, für Bewohner und Mitarbeitende von Pflegeeinrichtungen sowie für alle Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko durch beruflichen Kontakt zu vielen Menschen.
Aus Arbeitgebersicht relevant: Die STIKO empfiehlt die Influenza-Impfung explizit für medizinisches Personal, Personal in Gemeinschaftseinrichtungen, Lehr- und Erziehungspersonal sowie für Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Für alle anderen Erwerbstätigen ist die Impfung nicht offiziell empfohlen, aber medizinisch sinnvoll und wirtschaftlich vorteilhaft. Die Influenza-Impfung kann für Mitarbeitende dieser Gruppen vom Betrieb angeboten werden, ohne dass eine ArbMedVV-Pflichtvorsorge ausgelöst wird – sie erfolgt als Wunschvorsorge oder im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Seit der Saison 2021/22 empfiehlt die STIKO für alle Personen ab 60 Jahren ausdrücklich einen Hochdosis-Influenza-Impfstoff (Efluelda) oder – als Alternative – einen MF59-adjuvantierten Impfstoff (Fluad). Beide Produkte erzeugen bei älteren Menschen eine deutlich stärkere Immunantwort als die klassischen Standard-Impfstoffe. Studien zeigen für den Hochdosis-Impfstoff eine zusätzliche relative Schutzwirkung von rund 24 Prozent gegenüber dem Standardvakzin.
Für Arbeitgeber mit Belegschaften, die einen relevanten Anteil über 60-Jähriger umfassen – typischerweise Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung – ist die Versorgung mit Hochdosis-Impfstoff ein klarer Qualitätsvorteil. IAAI bietet die Hochdosis-Variante bei jeder Impfaktion bedarfsgerecht mit an.
Die wirtschaftliche Rechnung der betrieblichen Grippeimpfung ist klar. Sie hängt von drei Variablen ab: Impfkosten je Person, Teilnahmequote und vermiedene AU-Tage pro Saison. Die folgenden Beispielrechnungen basieren auf konservativen Mittelwerten: 38 Euro Vollkosten je Impfung (Impfstoff plus Aufklärung plus Personal), 60 Prozent Teilnahmequote bei niedrigschwelligem Vor-Ort-Angebot, 0,9 vermiedene AU-Tage pro geimpftem Mitarbeitendem in einer typischen Saison, 320 Euro durchschnittliche Lohnfortzahlung pro Tag.
30 Geimpfte. Investition: 1.140 Euro. Vermiedene AU-Tage: 27. Eingesparte Lohnfortzahlung: 8.640 Euro. Netto-Ersparnis: 7.500 Euro pro Saison. ROI: 657 Prozent.
120 Geimpfte. Investition: 4.560 Euro. Vermiedene AU-Tage: 108. Eingesparte Lohnfortzahlung: 34.560 Euro. Netto-Ersparnis: 30.000 Euro pro Saison. ROI: 658 Prozent.
480 Geimpfte. Investition: 18.240 Euro. Vermiedene AU-Tage: 432. Eingesparte Lohnfortzahlung: 138.240 Euro. Netto-Ersparnis: 120.000 Euro pro Saison. ROI: 658 Prozent.
Die Rechnung berücksichtigt nicht: Vertretungsaufwand, Wissenstransfer, Auswirkungen auf Kollegen-Infektionsketten, Präsentismus (also kranke Mitarbeitende, die ohne Impfung mit verminderter Leistung am Arbeitsplatz erscheinen). In der Realität liegt der Mehrwert höher. Detailrechnungen finden Sie in unserem Blog-Artikel zur ROI der betrieblichen Grippeimpfung auf compdocs.de.

Die Grippeimpfung ist die wirtschaftlichste, aber nicht die einzige betrieblich relevante Impfung. IAAI bietet im Rahmen einer Impfaktion oder als separate Aufklärung folgende Impfungen an:
Pflichtvorsorge-relevant nach ArbMedVV für Personal in Pflege, Labor, Kläranlagen, Reinigung und Auslandseinsätzen. Vollständige Grundimmunisierung (3 Termine) plus regelmäßige Titer-Kontrolle. Hepatitis A zusätzlich für Reisen in Endemiegebiete.
Saisonale Auffrischung mit angepasstem Impfstoff für Hochrisikogruppen und nach STIKO-Empfehlung. Wir koordinieren Termine mit Aufklärung und Dokumentation analog zur Grippeimpfung.
Empfohlen für Outdoor-Personal in Endemiegebieten Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Sachsen u. a.). Drei Impfungen Grundimmunisierung, dann Auffrischung alle 3–5 Jahre.
Pflicht für Personal in Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen nach Masernschutzgesetz. Wir prüfen den Impfstatus, dokumentieren und führen bei Bedarf nach.
Für Auslandseinsätze: Gelbfieber, Cholera, Tollwut, Typhus, Meningokokken. IAAI berät länderspezifisch und plant Impftermine im Vorfeld der Entsendung. Gelbfieber nur durch zugelassene Impfstellen.
Betriebliche Impfungen folgen je nach Anlass unterschiedlichen Rechtsregimes. Drei Fälle sind zu unterscheiden:
Pflichtvorsorge nach ArbMedVV. Wenn die Tätigkeit eine Pflichtvorsorge auslöst (z. B. Tatigkeit mit Infektionsgefährdung nach Anlage Teil 2), ist die zugehörige Impfung Bestandteil der Vorsorge und vom Arbeitgeber zu finanzieren. Der Beschaeftigte kann die Impfung ablehnen, ohne arbeitsrechtliche Nachteile.
Angebotsvorsorge nach ArbMedVV. Bei Tätigkeiten mit niedrigerem Infektionsrisiko ist die Vorsorge ein Angebot des Arbeitgebers. Auch hier sind Aufklärung und Impfangebot vom Arbeitgeber zu finanzieren.
Wunschimpfung im Rahmen des BGM. Die saisonale Grippeimpfung ist für die meisten Branchen keine Pflichtvorsorge, sondern eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sie ist steuerlich beggünstigt: Bis 600 Euro je Mitarbeitendem und Jahr lohnsteuerfrei (§ 3 Nr. 34 EStG, § 20 SGB V).
Schritt 1 – Bedarfsanalyse (1–2 Wochen vor Bestellung). Wir klären mit Ihnen Belegschaftsgröße, Standorte, Altersstruktur, Risikogruppen und Wunsch-Impfstoffe (Standard, Hochdosis, MF59-adjuvantiert). Bei Bedarf koordinieren wir mehrere Standorte parallel.
Schritt 2 – Impfstoffbestellung (3–6 Wochen vor Aktion). Wir bestellen die benötigten Mengen Influenza-Impfstoff direkt beim Großhandel oder ueber unser Partnerapotheken-Netzwerk. Für die Saison 2025/26 sind bis Oktober 2025 über 18 Millionen Dosen freigegeben – die Versorgung ist gesichert. Hochdosis-Impfstoff wird bei Bedarf separat reserviert.
Schritt 3 – Aufklärung und Anmeldung (2 Wochen vor Aktion). Sie erhalten eine fertige Aufklärungs- und Anmeldemappe (DE/EN) für Ihre Belegschaft. Beschaeftigte können sich über das IAAI-Kundenportal anonym anmelden, sodass wir Mengen und Slot-Zeiten vorab planen können.
Schritt 4 – Vor-Ort-Aufbau (Aktionstag). Unser Team trifft 30 Minuten vor Aktionsbeginn ein und richtet zwei bis vier Impfstationen mit Sichtschutz, Abfallbehältern, Kühlkette und Notfallausrüstung in einem von Ihnen bereitgestellten Raum ein. Pro Station versorgen wir 18–25 Personen pro Stunde.
Schritt 5 – Aufklärungsgespräch und Anamnese. Jeder Mitarbeitende erhält ein 5-Minuten-Aufklärungsgespräch (mündlich plus schriftliche Bestaetigung). Kontraindikationen werden ausgeschlossen. Bei Unklarheit verweisen wir an die hausarztzliche Betreuung.
Schritt 6 – Impfung und Dokumentation. Die Impfung erfolgt durch examinierte arbeitsmedizinische Fachkraefte oder Betriebsärztin/Betriebsarzt. Charge und Hersteller werden im persönlichen Impfausweis (auch digitalen Impfpässen) dokumentiert. Parallel führt IAAI eine revisionssichere Aktionsdokumentation.
Schritt 7 – Nachsorge. Nach der Impfung beobachten wir die Mitarbeitenden 15 Minuten in einem ruhigen Bereich. Notfallausrüstung (Adrenalin, Sauerstoff, AED) ist permanent vorhanden. Reaktionen sind extrem selten, aber wir sind vorbereitet.
Schritt 8 – Bericht und Abrechnung. Innerhalb von 5 Werktagen erhalten Sie einen Aktionsbericht mit Impfquote, eingesetzten Chargen und ggf. Folgeempfehlungen. Die Abrechnung erfolgt auf Basis tatsächlich verabreichter Dosen plus Pauschale fuer Aufklärung und Personal. Keine versteckten Zuschläge.
Bereits ab 30 Mitarbeitenden ist eine Vor-Ort-Aktion organisatorisch und wirtschaftlich sinnvoll. Für kleinere Teams arbeiten wir mit Sammelterminen in einer IAAI-Praxis oder mit Apotheken-Voucher-Modellen.
Pro Station versorgen wir 18–25 Personen pro Stunde. Für 100 Mitarbeitende planen Sie typischerweise 4 Stunden mit zwei Stationen.
Vollkosten je Impfung typischerweise 32–42 Euro (Standard-Impfstoff inkl. Aufklärung und Personal). Hochdosis-Impfstoff für über 60-Jährige etwas teurer. Für 200+ Mitarbeitende reduzieren sich die Pro-Kopf-Kosten um 5–10 Prozent.
Oktober bis Mitte November. Spätere Impfungen wirken auch noch, der volle Aufbau des Impfschutzes dauert aber 14 Tage. Wer früher impft, fragt nach Bestellfristen für die jeweilige Saison.
Nein. Bis zu 600 Euro je Mitarbeitendem und Jahr ist betriebliche Gesundheitsförderung nach § 3 Nr. 34 EStG lohnsteuerfrei. Die Grippeimpfung fällt darunter.
Nein. Die Grippeimpfung ist eine freiwillige Wunschvorsorge. Auch für Personal in Pflichtvorsorge-pflichtigen Tätigkeiten ist die Impfung selbst freiwillig – nur Aufklärung und Angebot sind Pflicht des Arbeitgebers.
Häufig: lokale Druckempfindlichkeit am Einstich, leichte Müdigkeit für 24–48 Stunden, gelegentlich leichte Kopfschmerzen. Schwere Reaktionen sind extrem selten. Wir klären ausführlich auf, dokumentieren und beobachten 15 Minuten.
Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung ab dem zweiten Trimenon ausdrücklich. Bei chronischen Erkrankungen bereits ab dem ersten Trimenon. IAAI berät individuell.
Stand des Beitrags: April 2026. Empfehlungen und Statistik basieren auf STIKO-Empfehlungen 2025/26 (Robert Koch-Institut), Mitteilungen des Paul-Ehrlich-Instituts zu Impfstoff-Freigaben Saison 2025/26, Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Grippeschutzimpfung Saison 2025/26, ArbMedVV (insbesondere Anlage Teil 2 Infektionsgefährdung), § 3 Nr. 34 EStG zur Lohnsteuerfreiheit der betrieblichen Gesundheitsförderung, sowie eigenen Daten aus dem IAAI-Aktionsbericht-Pool.
Detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung der Grippeimpfung finden Sie auch in unserem Blog-Artikel ROI der betrieblichen Grippeimpfung und im IAAI-Impfformular für Anfragen unter /impfung-anfragen.
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