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Von Dr. Johannes Angerer·März 2026·Leistungen

Führungskräfte-Check: Executive Health Check vom Betriebsarzt

Warum Führungskräfte besonders gefährdet sind

Führungskräfte tragen eine immense Verantwortung – für Unternehmen, Mitarbeiter und Ergebnisse. Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte gehören zu den am stärksten belasteten Berufsgruppen. Der BAuA Stressreport 2024 belegt ein bis zu 1,5-fach erhöhtes kardiovaskuläres Risiko und eine signifikant höhere Burnout-Prävalenz als bei Beschäftigten ohne Führungsverantwortung.

Hohe Entscheidungsdichte, permanente Erreichbarkeit, häufige Reise- und Zeitzonenwechsel sowie chronischer Zeitdruck bei minimaler körperlicher Aktivität prägen den Alltag. Ein Führungskräfte-Check kombiniert umfassende Labordiagnostik, kardiovaskuläre Bildgebung, Spiroergometrie und Burnout-Screening zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept.

Rechtsgrundlage und Einordnung

Wunschvorsorge nach § 11 ArbMedVV

Der Führungskräfte-Check wird als freiwillige Wunschvorsorge gemäß § 11 ArbMedVV (Stand: 2019) angeboten. Beschäftigte haben das Recht, sich auf eigenen Wunsch arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen, sofern ein Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Ergänzend bildet § 3 Abs. 1 ASiG (Stand: 2023) die Grundlage für die betriebsärztliche Beratung.

Strikte Vertraulichkeit

Die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB und § 9 MBO-Ä gewährleistet: Sämtliche Ergebnisse werden ausschließlich dem Untersuchten mitgeteilt. Der Arbeitgeber erhält niemals Diagnosen, Befunde oder Messwerte.

Steuerliche Absetzbarkeit

Als BGM-Maßnahme nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 EUR/Jahr steuerfrei (Stand: 2026). Bei höheren Beträgen ist individuelle steuerliche Beratung empfehlenswert.

Zielgruppe

Geschäftsführer, AG-Vorstände, Gesellschafter mit operativer Verantwortung, leitende Angestellte ab Abteilungsleitungsebene, Prokuristen, High Potentials und Aufsichtsratsmitglieder.

Basis-Check-up (Executive Basic): Leistungsumfang

Der Basis-Check-up bildet das Fundament des Führungskräfte-Checks:

1. Anamnese und Lebensstil-Assessment

Strukturierte Erhebung der Eigen-, Familien- und Berufsanamnese. Erfassung von Ernährungs-, Bewegungs- und Schlafgewohnheiten sowie berufsspezifische Belastungsfaktoren.

2. Großes Blutbild (24 Parameter)

Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV, MCH, MCHC, RDW sowie Differentialblutbild. Besonders relevant: stressbedingte Leukozytose und Dehydratation durch Flugreisen.

3. Basislabor (13 Parameter)

Nüchternblutzucker, HbA1c, Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride, GOT, GPT, GGT, Kreatinin, eGFR, Harnsäure und TSH.

4. Ruhe-EKG

12-Kanal-EKG mit automatisierter und ärztlicher Befundung, Rhythmusanalyse sowie Beurteilung von Erregungsstörungen.

5. Lungenfunktionsprüfung

Spirometrie (FVC, FEV1, FEV1/FVC, PEF, MEF25/50/75) nach GLI-2012-Referenzwerten sowie Pulsoxymetrie.

6. Sehtest und Audiometrie

Visus fern/nah, Farbsehen, Stereosehen. Tonaudiogramm 125 Hz – 8 kHz.

Basis-Check-up: Leistungsumfang

Großes Blutbild (24 Parameter), Basislabor (13 Parameter), 12-Kanal-Ruhe-EKG, Spirometrie, Sehtest, Audiometrie, Blutdruck beidseits, BMI und Ganzkörperstatus mit Muttermalkontrolle.

Executive Premium: Erweitertes Programm

Der Premium-Check erweitert um: Ergometrie, Echokardiographie, Gefäßsonographie (cIMT), Organultraschall, Spiroergometrie (VO2max), BIA-Körperzusammensetzung, Burnout-Screening und ESC SCORE2 Risikostratifizierung. Untersuchungsdauer: 3–4 Stunden als One-Stop-Appointment.

Labordiagnostik im Detail

Die Labordiagnostik ist das Herzstück des Führungskräfte-Checks mit über 40 Parametern.

Kardiovaskuläres Risikoprofil

ParameterReferenzRelevanz
LDL-CholesterinZiel risikoabhängigKausaler atherogener Faktor
Lipoprotein(a)<50 mg/dlGenetischer Risikofaktor (ESC Klasse I)
hsCRP<2 mg/lVaskuläre Inflammation
Homocystein<10 µmol/lAtherosklerose-Risikofaktor

Glukosestoffwechsel

HbA1c, Nüchternblutzucker, Nüchterninsulin und HOMA-IR. Der HOMA-IR ist der sensitivste Marker für metabolische Entgleisung – oft Jahre bevor HbA1c Auffälligkeiten zeigt.

Mikronährstoffe und Stressmarker

Vitamin D, B12, Ferritin, Magnesium, Zink, Selen, Cortisol und DHEA-S. Die Cortisol/DHEA-S-Ratio dient als Stressresilienz-Marker.

Herz-Kreislauf-Diagnostik und Ultraschall

Blutdruck: Standardisierte Messung beidseits nach ESC/ESH 2023 (Ziel: <130/80 mmHg). EKG: 12-Kanal mit Rhythmusanalyse. Ergometrie: WHO-Stufenprotokoll. Echokardiographie: LVEF, diastolische Funktion, Klappenmorphologie.

Gefäßsonographie: Carotis-Intima-Media-Dicke (cIMT) als Surrogatmarker für Atherosklerose. Normal: <0,9 mm, pathologisch: >1,0 mm.

Organultraschall: Leber, Gallenblase, Pankreas, Milz, Nieren, Aorta, Schilddrüse mit EU-TIRADS-Klassifikation.

Spiroergometrie: Leistungsdiagnostik

Die Spiroergometrie ist der Goldstandard der kardiopulmonalen Leistungsdiagnostik. Die VO2max ist der stärkste Prädiktor der Gesamtmortalität – jede Steigerung um 1 MET senkt die Mortalität um ca. 12%.

Aus den ventilatorischen Schwellen werden individuelle Trainingszonen berechnet. Mindestempfehlung: 150 Min. moderate oder 75 Min. intensive Ausdaueraktivität pro Woche plus 2x Krafttraining (ESC 2021, WHO 2020).

Burnout-Screening und psychische Gesundheit

Validierte Instrumente: Maslach Burnout Inventory (MBI), PHQ-9, GAD-7 und 12-Phasen-Modell. Sämtliche Ergebnisse unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Auf Wunsch Termine in IAAI-Praxisräumen statt im Betrieb.

Optionale Zusatzmodule

Healthy Longevity: Biologisches Alter (epiAge), Telomerlänge, Omega-3-Index. Rückengesundheit: MediMouse, Functional Movement Screen. Gendersensible Prävention: Hormonstatus, Osteoporose-Screening. Executive Coaching: 1:1-Sessions mit DBVC/ICF-Coaches.

Auswertung und Gesundheitsportfolio

Alle Befunde werden im strukturierten Executive Health Report zusammengeführt: Management Summary, Ampelbewertung pro Organsystem (Grün/Gelb/Rot), Trendvergleich bei Folgeuntersuchungen und individualisierte Lebensstilempfehlungen.

Der IAAI-Unterschied: Warum beim Betriebsarzt?

Bundesweite Verfügbarkeit an IAAI-Praxisstandorten oder im Unternehmen. One-Stop-Appointment – der gesamte Check an einem Termin. Maximale Diskretion – separate Terminvergabe. Fachärztliche Kompetenz mit Zusatzqualifikationen in Sportmedizin und Kardiologie. Nahtlose Integration in betriebliches Gesundheitsmanagement. Arbeitsmedizinische Expertise für arbeitsplatzbezogene Empfehlungen.

Der IAAI-Unterschied

Bundesweite Verfügbarkeit, One-Stop-Appointment, maximale Diskretion, fachärztliche Kompetenz mit Sportmedizin und Kardiologie, nahtlose Integration in BGM und arbeitsmedizinische Expertise für arbeitsplatzbezogene Empfehlungen.

Häufige Fragen

Was beinhaltet ein Führungskräfte-Check? 37–40+ Laborparameter, EKG, Organultraschall, Spiroergometrie, Burnout-Screening und ärztliche Auswertung.

Ist er Pflicht? Nein – freiwillige Wunschvorsorge nach § 11 ArbMedVV.

Wie oft? Alle 12–24 Monate, dazwischen jährliche Kurzkontrollen.

Steuerlich absetzbar? Ja, als BGM nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 EUR/Jahr.

Erfährt der Arbeitgeber Ergebnisse? Nein. Absolute ärztliche Schweigepflicht.

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